Misophonie Coaching

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Ja, es ist wichtig, dass Du über die Misophonie sprichst!

 

Warum?

 

• Es besteht sonst die Gefahr, dass Du Dich (weiter) isolierst.

 

• Mit Gesprächen sensibilisierst Du Deine Angehörigen, deine Mitschüler, Lehrer, Arbeitskollegen – sie verstehen dann Dein Verhalten (Wut, Agressionen) und Deine Laune besser, und können Dich besser verstehen, und darauf eingehen.

 

• Du bist nämlich auch „abhängig“ von Deinem Umfeld!

 

• Du kannst durch darüber sprechen proaktiv Deinen Stresslevel senken.

 

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(Misophonie – Wikipedia)

Misophonie (von griechisch μῖσος misos ‚Hass‘ und φωνή phonḗ ‚Geräusch), wörtlich „Hass auf Geräusche“, ist eine Form der verminderten Geräuschtoleranz gegenüber bestimmten Geräuschen.

 

Misophonie-was ist das nun?

 

Misophonie ist das aggressive und wütende Reagieren auf bestimmte Alltags-Geräusche?Bei der Misophonie handelt es sich um eine selektive Geräuschintoleranz mit körperlicher Reaktion auf akustische oder visuelle Reize. 

Beim Misophoniker wird eine Kampf- oder Fluchtreaktion („fight or flight“) ausgelöst. Bei der Misophonie handelt es sich dabei um “erlerntes” Verhalten. 

Niemand ist also mit Misophonie auf die Welt gekommen und Misophonie ist niemandem angeboren. Die Misophonie entsteht durch Konditionierung, das bedeutet, wir erlernen die Reflexreaktion, die wir nach einem Trigger durchführen. 

Laut Thomas H. Dozier (Thomas H. Dozier forscht seit 2012 zum Thema Misophonie) ist der Begriff als solcher noch weitgehend unbekannt, leider auch in der Ärzte- und Therapeutenschaft – obwohl viele Menschen unter Misophonie leiden. Über die Häufigkeit des Störungsbildes lässt sich nur schwer eine Aussage treffen. In der Literatur oder unter Google findet man unterschiedliche Angaben zur Häufigkeit von Misophonie. In der Bundesrepublik Deutschland leiden geschätzte 1-2 % der Bevölkerung an Misophonie, bei einer Bevölkerung von knapp 82 Mio. also zwischen 820.000 und 1.640.000 Menschen.


Von Misophonie spricht man, wenn bestimmte Geräusche, egal ob laut oder leise, eine extreme emotionale Reaktion wie Wut oder Ekel hervorrufen. Häufig sind es Ess- und Kaugeräusche, die als sogenannte “Trigger” wirken, prinzipiell kann es aber jedes sich wiederholende Geräusch sein.
Misophonie beginnt oft zu Beginn der Pubertät und kann sich drastisch verschlimmern, wenn sie nicht erkannt und daher nicht adäquat behandelt wird. Oft ist der emotionale Druck, der in der Schule entsteht, häufig ein Grund für die Entwicklung einer Misophonie bei Kindern. 

Der Versuch, Trigger zu vermeiden, treibt die Betroffenen in die soziale Isolation, sie fühlen sich völlig unverstanden und hilflos ihren extremen Gefühlen ausgeliefert.

Was passiert bei Misophonikern?

Der die Betroffene wird getriggert.

Übersetzt man das Wort vom Englischen ins Deutsche, bedeutet es so viel wie „ausgelöst“. Ein „Trigger“ ist also ein Auslöser.

 

Was sind Trigger bei der Misophonie?

Trigger sind die Geräusche, die in einem Misophoniker Aggression, Wut und Ekel auslösen können. Bei den Triggern kann man zwischen auditiven (hörbare) und visuellen (sichtbare) Triggern unterscheiden. 

Bei auditiven Triggern wird die körperliche Reaktion durch ein Geräusch hervorgerufen. Bei visuellen Triggern reicht die Wahrnehmung einer bestimmten Bewegung/ Aktion über das Auge.

Jeder Misophoniker hat seine eigenen individuellen Trigger. Meistens wird die (fight or flight Reaktion durch einen Trigger ausgelöst, der mit dem Mundbereich bzw. mit der Aufnahme von Nahrung, zusammenhängt. (Kampf oder Flucht, ist ein von dem US-amerikanischen Physiologen Walter Cannon (1915) geprägter Begriff. Die Kampf-oder-Flucht-Reaktion beschreibt die rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen als Stressreaktion.)

Dabei verteilen sich die Trigger unter Umständen auf verschiedene Personen und verschiedene Situationen. 

Was den einen Misophoniker triggert, lässt den anderen Misophoniker unter Umständen völlig kalt.

Beispiele für auditive/ akustische Trigger

  • Mundgeräusche (unbewusste)
  • Schlucken
  • Schmatzen
  • Schnarchen
  • Auf dem Teppich schlurfen
  • Tafelkreide auf der Tafel
  • Kratzgeräusche
  • Flüstern
  • Lispeln
  • Pfeifen
  • Mit den Fingen schnipsen
  • Klicken eines Kugelschreibers
  • Oder viele andere.

Beispiele für visuelle Trigger

  • Mundbewegungen
  • Beinwippen
  • Oder viel andere

 

Neurologischen Folgen:

Misophoniker leiden meist unter Angststörungen, Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen.

Was ein Misophoniker Schlimmes durchmacht, wenn er getriggert worden ist, können nicht Betroffene nicht verstehen, aber sie können die Auswirkungen erleben.

So z.B.: Schreien, widerliche, obszöne Beschimpfungen, schlagen, treten, zerstören von Gegenständen (meist eigenen, wie Möbel, Smartphone u.a.).

Was können die nicht Betroffenen in dieser Situation tun?

Sich ruhig verhalten, sich zurückziehen, nicht eingreifen, möglichst den Getriggerten nicht ansprechen.

Aber sehr wohl die Wichtigkeit und auch die Verantwortung in dieser Situation erkennen. 

Was passiert dann?

Der/Die Getriggerte muss seine Wut und seine Aggressionen rauslassen. Das dauert unterschiedlich lange.

Dann kommt die Phase der Beruhigung. Auch hier darf der/die Getriggerte nicht gestört werden. Auch wenn er/sie anfängt zu weinen, das gehört dann zu seiner Beruhigung. Wenn er/sie wieder „herunter“ gekommen ist, ist die getriggerte Person ziemlich ermattet und braucht noch eine Ruhephase. Danach kommt er/sie meist selbst auf die anderen zu. Dann braucht er/sie Zuneigung (kein Mitleid).

Nach einem Trigger sieht der/die Getriggerte, was er/sie angestellt hat. Völlig unbewusst, in größter Wut, die nicht beherrscht oder gesteuert werden kann. Es tut der Person dann meistens sehr leid, Scham und Schuldgefühle kommen auf.

Auch hier gilt wieder für die Angehörigen oder die Beteiligten, ruhig zu bleiben, keine Vorwürfe zu machen, nicht zu betrafen. Still zu versuchen den Schaden, auch mit Hilfe des Misophonikers, wieder zu beheben. (Auch mit dem Bewusstsein, dass der Schrank morgen wieder beschädigt werden könnte.)

Die Eltern, der Angehörige, Freund, Kollege, Lehrer, der von der Misophonie des Betreffenden weiß, kann damit offen umgehen und kann die eventuellen bösen Blicke oder schlimmstenfalls Wutausbrüche des Misophonikers korrekt einordnen und nimmt dies nicht persönlich.

 

Die beiden wichtigsten Punkte für jeden Misophoniker sind wohl: Darüber sprechen zu lernen und Verständnis bei seinen Mitmenschen zu erzeugen mit dem Ziel, nicht getriggert zu werden. Für einen Misophoniker ist nichts schlimmer (außer getriggert werden), als wenn jemand mit Unverständnis und Ignoranz auf die schlimme Störung reagiert. 

Wenn der Misophoniker durch Ihre Geräusche getriggert wurde so wissen Sie, die Reaktion auf Ihre Geräusche hat nichts mit Ihrem Charakter oder eurer Persönlichkeit zu tun. Überhauptnichts. Interpretieren Sie die Reaktion auf Ihr Geräusch nicht als Angriff, sondern verstehen Sie es als reflexartige Reaktion, für die der Misophoniker nichts kann. Wir selbst können auch nichts gegen Husten, Niesen oder rot zu werden unternehmen – das geschieht reflexartig.

Sie helfen einem Misophoniker sehr, wenn Sie zuvorkommend sind, indem Sie selbstständig Hintergrundgeräusche produzieren (Radio, TV, Abzugshaube, Fenster öffnen, …). Sicher wird Ihnen vom Misophoniker enorme Dankbarkeit dafür entgegengebracht. 

Weil das Thema Misophonie noch nicht so sehr öffentlichkeitswirksam ist, heißt das noch lange nicht, dass es angenehm ist, daran zu leiden. Also die reflexartige Reaktion des Misophonikers nicht ins Lächerliche ziehen, die Sachlage respektieren und offen damit umgehen hilft allen Betroffenen. 

Menschen im Rollstuhl, mit Depression, mit Burnout, mit Krebs oder andern Leiden behandeln wir ja auch entsprechend. So sollten wir es auch mit Misophonikern tun.  

Misophoniker sind nicht verrückt, keine aggressiven Persönlichkeiten, keine unerzogenen Kinder. Misophoniker sind meistens liebenswerte, intelligente, ordnungsliebende und freundliche Menschen.

 

Weil Misophoniker intelligent sind, wissen sie auch, dass sie die Verantwortung für sich selbst haben. Dass die Familienmitglieder oder andere die Geräusche unterlassen oder abstellen, ist fast nicht möglich. Es werden immer wieder Geräusche gemacht werden, die dich triggern. Das wird aber nicht bewusst gemacht, sondern es sind Geräusche, die im Leben und beim Leben entstehen.

Natürlich kannst du erwarten, dass zumindest der engste Familienkreis dir Verständnis entgegenbringt. Doch du hast es viel mehr in der Hand, nicht getriggert zu werden, wenn du dich immer vorbereitest. Geh also nicht einfach auf die Person, die dich am meisten triggert, zu, und sprich sie dann an. Du weißt, wenn sie dir antwortet, bist du getriggert. Klopfe an, wenn du in ein Zimmer gehen willst, damit alle Personen dort sich auf dich einstellen können oder einige sogar raus gehen können. Du kannst dich auch vorbereiten, indem du deine Kopfhörer aufsetzt. Also die Verantwortung liegt immer bei dir. Organisiere dein Leben so, dass du ein ruhigeres Leben haben kannst.

Wenn dich eine Person getriggert hat, was natürlich sehr schlimm für dich ist, hasse diese Person nicht für immer, sondern nur für den Augenblick. Wie du selbst weißt, ist diese Person meist die, die dich in der Familie sehr liebt. Wenn es in der Familie besprochen wird, kann vieles Unschöne verhindert werden, von dir und den Familienmitgliedern. Auch in der Schule, in der Uni oder am Arbeitsplatz kann es besprochen werden und auf diese Weise so einiges von beiden Seiten verhindert werden. Außerhalb der Familie ist es nicht die Absicht der Menschen, dich zu triggern.

Für dich ist es wichtig zu wissen: Du darfst weglaufen, rausgehen, du brauchst und sollst keine Triggergeräusche aushalten. 

 

Für die Familienmitglieder und andere Personen ist es wichtig, wirklich nicht empört zu sein oder böse zu werden. Nicht den Misophoniker zu beschimpfen oder ihm gar Gewalt anzutun. Versucht Verständnis für seine schwere Notlage zu haben und lasst den Misophoniker in Ruhe, damit er an seinem Rückzugsort wieder zur Ruhe kommt.

Sprecht ein stilles Gebet für ihn, das kann helfen.

 

 

Leider ist die Misophonie nicht als Krankheit anerkannt.

Online-Spielsucht und Sexsucht wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), nun als Krankheiten eingestuft und sind in den neuen Katalog der Krankheiten aufgenommen. Doch die Überarbeitung der Liste ist längst überfällig.

 

GESUNDHEITSPRAXIS GEFEKE

Meister Gefeke

zertifizierter Fachberater

für holistische Gesundheit

& Ernährung,

Ernährungsphysiologe,

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